Satzung des Vereins Kultur Neuguinea e.V.


PrÀambel

Zur Förderung des VerstĂ€ndnisses der Kunst und Kultur, Missionsarbeit und Geschichte Neuguineas, insbesondere auf dem theologischen, ethnologischen, historischen und soziologischen Gebiet an Hand der ethnographischen und archivarischen BestĂ€nde des Missionswerks wird ein Verein mit dem Namen „Verein Kultur Neuguinea“ gegrĂŒndet. Er soll in das Vereinsregister eingetragen werden; nach der Eintragung fĂŒhrt er den Zusatz „e.V.“.

Der Verein ist gemeinnĂŒtzig und verfolgt keine eigenen, unmittelbaren wirtschaftlichen Ziele.

§ 1 Name, Sitz und GeschÀftsjahr des Vereins
  1. Der Verein fĂŒhrt den Namen „Verein Kultur Neuguinea – Verein zur Förderung des VerstĂ€ndnisses der Kunst und Kultur, Missionsarbeit und Geschichte Neuguineas“

  2. Sitz des Vereins ist Neuendettelsau

  3. GeschÀftsjahr ist das Kalenderjahr
§ 2 Zweck des Vereins
  1. Zweck des Vereins ist das Bewahren, Dokumentieren und PrÀsentieren der ethnographischen und archivarischen BestÀnde des Missionswerks der EvangelischLutherischen Kirche in Bayern. Weitere Aufgaben sind:
    • Veröffentlichung von Dokumentationen und Schriften als Ergebnis der wissenschaftlichen Auswertung und Erforschung der vorhandenen BestĂ€nde
    • Sammlung und Aufarbeitung weiterer Schenkungen und Leihgaben.
    • Verbreitung neuer theologischer und kulturwissenschaftlicher Erkenntnisse, u.a. durch Tagungen und Symposien
    • UnterstĂŒtzung ĂŒberseeischer Forschungsvorhaben.

  2. Der Verein arbeitet mit anderen nationalen und internationalen Einrichtungen, die auf dem gleichen Gebiet tÀtig sind, zusammen.
§ 3 GemeinnĂŒtzigkeit
  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnĂŒtzige Zwecke im Sinne des Abschnitts ‚SteuerbegĂŒnstigte Zwecke’ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tĂ€tig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

  2. Alle Mittel des Vereins, auch etwaige Gewinne, sind ausschließlich fĂŒr seine satzungsmĂ€ĂŸigen Zwecke zu verwenden. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Sie erhalten weder beim Ausscheiden noch bei der Auflösung des Vereins irgendwelche Anteile am Vereinsvermögen.

  3. Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohe VergĂŒtungen begĂŒnstigt werden.
§ 4 Mitglieder
  1. Mitglieder des Vereins können werden:
    1. natĂŒrliche Personen,
    2. juristische Personen, die den Zweck des Vereins fördern wollen.

    Juristische Personen haben bei der Antragstellung eine natĂŒrliche Person als bevollmĂ€chtigte Vertreterin zu benennen. SpĂ€tere Änderungen der BevollmĂ€chtigung sind jederzeit durch rechtsverbindliche, schriftliche ErklĂ€rungen möglich.

  2. Über die Aufnahme der Mitglieder entscheidet der Vorstand auf schriftlichen Antrag nach pflichtgemĂ€ĂŸem Ermessen. Gegen die Ablehnung der Aufnahme und gegen den Ausschluss kann Berufung zur nĂ€chsten Mitgliederversammlung eingelegt werden.

  3. Durch Beschluss des Vorstandes können fördernde Mitglieder aufgenommen werden. Fördernde Mitglieder besitzen kein Stimmrecht.

  4. Die Mitgliedschaft endet
    1. bei natĂŒrlichen Personen mit dem Tod,
    2. bei juristischen Personen durch deren Auflösung oder bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens,
    3. durch Austritt zu Ende des Kalenderjahres nach schriftlicher ErklÀrung,
    4. durch Ausschluss, der auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung beschlossen werden kann.

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder
  1. Mitglieder sollen nach ihren Möglichkeiten zur Verwirklichung der Ziele des Vereins beitragen.

  2. Jedes Mitglied hat in der Mitgliederversammlung eine Stimme.

  3. Von den Mitgliedern können BeitrÀge erhoben werden. Die Höhe des Jahresbeitrages und dessen FÀlligkeit werden von der Mitgliederversammlung bestimmt. Der Vorstand kann im Einzelfall abweichend entscheiden.

  4. Die Rechte eines Mitglieds ruhen, wenn es seinen Mitgliedsbeitrag mehr als 6 Monate nach FÀlligkeit noch nicht gezahlt hat und ihm dieses unter Anmahnung der ausstehenden BeitrÀge mitgeteilt wird.
§ 6 Organe des Vereins
  1. Die Aufgaben des Vereins werden durch folgende Organe wahrgenommen:
    1. Die Mitgliederversammlung,
    2. den Vorstand,
    3. das Kuratorium

  2. Die Arbeit in den Organen des Vereins geschieht ehrenamtlich. Im Rahmen dieser ehrenamtlichen TĂ€tigkeit erforderlich gewordene Auslagen werden nach vorheriger Absprache mit dem Vorstand erstattet.
§ 7 Mitgliederversammlung
  1. Der Mitgliederversammlung steht die Entscheidung ĂŒber alle Vereinsangelegenheiten zu, soweit diese nicht durch die Satzung oder Beschluss der Mitgliederversammlung dem Kuratorium oder auf den Vorstand ĂŒbertragen sind.

  2. Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:
    1. Erörterung des jÀhrlichen Arbeitsplanes,
    2. Entgegennahme des TĂ€tigkeitsberichtes,
    3. Beschlussfassung ĂŒber Haushaltsplan und Jahresrechnung,
    4. Wahl der Mitglieder des Vorstandes und Entlastung des Vorstandes,
    5. Beratung und Beschlussfassung ĂŒber AntrĂ€ge an die Mitgliederversammlung,
    6. Festlegung der Höhe der MitgliedsbeitrÀge,
    7. Wahl der RechnungsprĂŒfer,
    8. Änderung der Vereinssatzung,
    9. Auflösung des Vereins.

  3. Eine Mitgliederversammlung wird nach Bedarf, mindestens jedoch einmal jÀhrlich unter Angabe der Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von zwei Wochen schriftlich einberufen. Mitgliederversammlungen sind ferner einzuberufen, wenn 25 % der Mitglieder des Vereins dies verlangen. Die Versammlung wird von dem/der Vorsitzenden oder bei dessen/deren Verhinderung von dem/der Stellvertreter/in einberufen und geleitet.

  4. AntrĂ€ge von Mitgliedern an die Mitgliederversammlung mĂŒssen dem Vorstand mindestens eine Woche vorher schriftlich eingereicht werden.

  5. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfĂ€hig, wenn ordnungsgemĂ€ĂŸ geladen wurde. Ladungsfehler gelten als geheilt, wenn alle Mitglieder anwesend sind oder kein Widerspruch erfolgt.

  6. Die Mitgliederversammlung beschließt mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Stimmenthaltungen werden nicht mitgezĂ€hlt. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. BeschlĂŒsse zur SatzungsĂ€nderung bedĂŒrfen der Zustimmung von dreiviertel der abgegebenen Stimmen

  7. Wenn kein Mitglied widerspricht, können BeschlĂŒsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst werden. Dieses gilt nicht fĂŒr BeschlĂŒsse ĂŒber SatzungsĂ€nderungen oder Auflösung des Vereins.

  8. Über die Ergebnisse der Versammlungen sind Niederschriften zu fertigen, von dem/der Vorsitzenden zu unterzeichnen und von der Mitgliederversammlung zu bestĂ€tigen.

  9. Die Mitglieder können nur persönlich abstimmen, eine Vertretung oder BevollmÀchtigung ist nicht zulÀssig, mit Ausnahme der Vertretungsregelung des § 4 (1).
§ 8 Der Vorstand
  1. Der Vorstand besteht aus sieben Mitgliedern:
    • dem ersten Vorsitzenden,
    • zwei gleichberechtigte stellvertretende Vorsitzende,
    • der SchriftfĂŒhrer,
    • der Schatzmeister,
    • zwei Beisitzer

  2. Der Vorstand wĂ€hlt aus seiner Mitte den Vorsitzenden und die beiden stellvertretenden Vorsitzenden, sowie SchriftfĂŒhrer und Schatzmeister.

  3. Der Vorsitzende vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich. Jedes Mitglied des Vorstands ist allein vertretungsberechtigt. Im InnenverhĂ€ltnis wird bestimmt, dass die stellvertretenden Vorsitzenden, der/die SchriftfĂŒhrer/in und der/die Schatzmeister/in nur bei Beauftragung durch den/die 1. Vorsitzende/n tĂ€tig werden dĂŒrfen.

  4. Der Vorstand berĂ€t und entscheidet ĂŒber alle wichtigen Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht der Mitgliederversammlung vorbehalten sind; ihm obliegt die FĂŒhrung der VereinsgeschĂ€fte. Insbesondere hat der Vorstand folgende Aufgaben:
    1. Aufnahme von Mitgliedern,
    2. Berufung der Kuratoriumsmitglieder,
    3. DurchfĂŒhrung der BeschlĂŒsse der Mitgliederversammlung,
    4. Aufstellung eines Arbeitsprogramms fĂŒr das GeschĂ€ftsjahr,
    5. Aufstellung des jÀhrlichen Haushaltsplans und der Jahresrechnung,
    6. Berufung und Entlassung der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der GeschĂ€ftsstelle und Beaufsichtigung ihrer TĂ€tigkeit,
    7. Einstellung und Entlassung der Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen,
    8. Erstellung einer GeschĂ€ftsordnung fĂŒr sich und die GeschĂ€ftsstelle.

  5. Die Amtsdauer des von der Mitgliederversammlung gewÀhlten Vorstandes betrÀgt drei Jahre. GewÀhlt kann nur werden, wer Mitglied des Vereins ist. Wiederwahl ist zulÀssig. Bei Ablauf der Amtszeit bleiben die gewÀhlten Vorstandsmitglieder bis zur Neuwahl im Amt.

  6. Zu den Vorstandssitzungen können auch Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen und Dritte eingeladen werden; diese können in den Sitzungen mit beraten, haben aber kein Stimmrecht.

  7. BeschlĂŒsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen (ohne die Stimmenthaltungen) gefasst. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt.

  8. Die GeschĂ€fte des Vereins werden vom Vorstand mit UnterstĂŒtzung der GeschĂ€ftsstelle gefĂŒhrt. Dem Verein gegenĂŒber ist der Vorstand an die BeschlĂŒsse der Mitgliederversammlung gebunden. Im InnenverhĂ€ltnis wird bestimmt, dass die Stellvertretung nur bei Beauftragung durch den/die Vorsitzende oder bei dessen/deren Verhinderung tĂ€tig werden darf.
§ 9 Kuratorium
  1. Das Kuratorium besteht aus Persönlichkeiten des öffentlichen und kulturellen Lebens, der Wirtschaft und Wissenschaft. Es soll die Ziele und Aufgaben des Vereins fördern, den Vorstand fachlich beraten und ihm Impulse fĂŒr die weitere Arbeit geben.

  2. Die Mitglieder des Kuratoriums werden vom Vorstand berufen.

  3. Die Amtszeit der Mitglieder des Kuratoriums betrÀgt 4 Jahre. Eine erneute Berufung ist möglich.

  4. Das Kuratorium wÀhlt aus seiner Mitte eine/n Vorsitzende/n und eine/n stellvertretende/n Vorsitzende/n.

  5. Das Kuratorium ist jÀhrlich mindestens einmal mit einer Frist von drei Wochen und unter Angabe der Tagesordnung durch die/den Vorsitzende/n des Kuratoriums einzuberufen.

  6. Die Arbeit des Kuratoriums ist vom Vorstand bestmöglich zu unterstĂŒtzen. Der Vorstand soll an den Kuratoriumssitzungen beratend teilnehmen.
§ 10 GeschÀftsstelle
  1. Der Verein richtet eine GeschÀftsstelle ein.

  2. Die GeschĂ€ftsstelle ist an die GeschĂ€ftsordnung und den Wirtschaftsplan gebunden und ĂŒbt ihre TĂ€tigkeit im Rahmen der Weisungen des Vorstands aus.
§ 11 Jahresrechnung und RechnungsprĂŒfung
  1. Der Schatzmeister fĂŒhrt ĂŒber Einnahmen und Ausgaben Buch und erstellt nach Schluss jedes GeschĂ€ftsjahres eine Jahresrechnung.

  2. Die Jahresrechnung wird vom Vorstand festgestellt, durch die RechnungsprĂŒfer geprĂŒft und mit dem PrĂŒfbericht der Mitgliederversammlung vorgelegt.

  3. Zwei RechnungsprĂŒfer werden von der Mitgliederversammlung auf drei Jahre gewĂ€hlt und dĂŒrfen dem Vorstand nicht angehören.

  4. Die RechnungsprĂŒfer prĂŒfen nach Ablauf des GeschĂ€ftsjahres die Jahresrechnung des Vereins und erstatten der Mitgliederversammlung ĂŒber das Ergebnis Bericht.
§ 12 Auflösung des Vereins
  1. Die Auflösung des Vereins kann nur auf Vorschlag des Vorstandes mit der Mehrheit von 75% der Vereinsmitglieder beschlossen werden.

  2. Der Auflösungsbeschluss ist nur wirksam, wenn zugleich ein Liquidator bestellt wird.

  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegĂŒnstigter Zwecke fĂ€llt das nach Abzug der Verbindlichkeiten verbleibende Restvermögen an die EvangelischLutherische Kirche in Bayern, die es unmittelbar und ausschließlich fĂŒr gemeinnĂŒtzige oder kirchliche Zwecke im Sinne der Satzung zu verwenden hat.


Beschlossen von den GrĂŒndungsmitgliedern am 28.10.2006; geĂ€ndert in der Mitgliederversammlung am 14.07.2007